
VITA
Die Aachener Altistin und promovierte Musikologin Eva Nesselrath war auf der Opernbühne u. a. als Gast am Theater Aachen und beim TAMIS-Musikfestival als zu sehen. Zentrale Partien beinhalteten u. a. die Knusperhexe (Humperdinck: Hänsel und Gretel), Arnalta (Monteverdi: L’Incoronazione di Poppea) und Goffredo (Händel: Rinaldo). Szenische Projekte führten sie zudem zum Fest für Alte Musik Köln.
Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt jedoch im Konzertfach. Oratorien-Konzerte beinhalteten alle großen geistlichen Werke Bachs, Rossinis Petite Messe Solenelle, Mendelssohns Elias und Paulus, uvm. Ihr Repertoire reicht von Werken der Alten Musik bis zur zeitgenössischen Literatur, sie ist regelmäßig Solistin bei Uraufführungen und arbeitete mit Komponisten wie Wolfgang Rihm. Konzerte führten sie in die Tonhalle Düsseldorf, den Kölner, Aachener und Altenberger Dom, nach Venedig und ins europäische Ausland, wobei sie beispielsweise mit dem Kölner Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Aachen, der Kölner Akademie, den Niederrheinischen Sinfonikern, dem Neuen Rheinischen Kammerorchester, dem Consortium Musica Sacra Köln, dem Orchestre Estro Armonico Luxemburg, dem JSB Ensemble Stuttgart und Dirigenten wie H.-C. Rademann, C. Spering, A. Spering, und M. Creed arbeitete.
In Zusammenarbeit mit dem Liedpianisten Tobias Koltun erschien 2022 ihre CD mit Wagners Wesendonck-Liedern, Balladen von Liszt und Werken von C. Unger bei Eden River Records.
Eva Nesselrath studierte Klavier, Gesang und Musikwissenschaften an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo sie auch promovierte.
Wesentliche Impulse für ihre Arbeit erhielt sie zudem durch die Altistinnen Ingeborg Danz und KS. Christa Mayer sowie Meisterkurse u. a. bei Andreas Scholl, KS Marjana Lipovšek und Hartmut Höll.
Gefördert wurde sie durch Stipendien der Internationalen Bachakademie Stuttgart, des Richard Wagner Verbands, der Academia Vocalis (Österreich) und der Arosa Music Academy (Schweiz).
Ein großes Anliegen ist ihr die Vermittlung zwischen Musiker:innen und Wissenschaft.
So leistet ihre 2024 veröffentlichte Monografie „Caroline Unger (1803–1877): Karriere - Stimme - Kompositionen“ einen wesentlichen Beitrag zur historischen Stimm- und Genderforschung, wurde von Europas größter Fachzeitschrift Opernwelt zum „Buch des Monats“ (Dezember 2024) gekürt und in weiteren deutschsprachigen Zeitschriften überragend besprochen (Neue Musikzeitung, Orpheus – Oper und mehr, Die Tonkunst, Operalounge u.a.).
Sie lehrt an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Musikwissenschaft im Schwerpunkt Musiktheater und Gender).